Honig von Freunden

Drei Männer. Viele Bienen. Echter Geschmack.

Qualitätsgeprüft – Natürlich. Regional. Echt.

Autor: Marcel Lenggenhager

  • Wie überwintern Honigbienen?

    Wie überwintern Honigbienen?

    Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, wird es ruhig vor dem Bienenhaus. Auf den Blüten sind kaum noch Bienen unterwegs. Im Inneren des Stocks geht das Leben aber weiter. In diesem Beitrag erfährst du, wie Honigbienen die kalte Jahreszeit überstehen.

    Gemeinsam durch den Winter

    Honigbienen halten keinen Winterschlaf. Sie überwintern gemeinsam mit ihrer Königin als Volk. Dafür ziehen sich die Arbeiterinnen auf den Waben eng zusammen und bilden die sogenannte Wintertraube.

    Die äusseren Bienen bilden eine isolierende Hülle. Im Inneren erzeugen Arbeiterinnen durch das Zittern ihrer Flugmuskulatur Wärme. Die Flügel bleiben dabei weitgehend unbewegt. Je kälter es wird, desto enger rücken die Bienen zusammen. So halten sie die Wärme dort, wo sie gebraucht wird.

    Winterbienen leben länger

    Bereits im Spätsommer entstehen die Winterbienen. Sie gehören zum selben Volk wie die Sommerbienen, sind aber körperlich auf die kalte Jahreszeit vorbereitet.

    Ihr Fettkörper speichert Nährstoffe, die später auch für die Versorgung der ersten Larven wichtig sind. Winterbienen können mehrere Monate leben und das Volk bis ins Frühjahr tragen. Dann übernehmen sie die Pflege des Nachwuchses, bevor eine neue Generation ihre Aufgaben übernimmt.

    Futter liefert die Energie

    Wärme zu erzeugen kostet Energie. Deshalb braucht ein Bienenvolk genügend Futtervorräte in seinen Waben.

    Honig ist der natürliche Vorrat der Bienen. In der Imkerei werden fehlende Wintervorräte nach der Honigernte mit geeignetem Zuckerwasser oder Futtersirup ergänzt. Die Bienen lagern dieses Futter in ihren Waben ein. Einfüttern nennt man diese Vorbereitung auf den Winter. Sie muss rechtzeitig erfolgen, damit das Volk mit ausreichend Vorräten in die kalte Jahreszeit startet.

    Ein kurzer Ausflug an milden Tagen

    An sonnigen Wintertagen kann plötzlich wieder Betrieb am Flugloch herrschen. Bei etwa zehn bis zwölf Grad nutzen Bienen die Gelegenheit für einen Reinigungsflug.

    Dabei entleeren sie ihre Kotblase. Während längerer Kälteperioden können sie den Kot über Wochen darin zurückhalten. So bleibt ihr Zuhause sauber.

    Der Frühling beginnt im Bienenstock

    Während draussen noch Winter ist, kann die Königin bereits wieder Eier legen. Wann das geschieht, hängt unter anderem von der Witterung und dem Zustand des Volkes ab.

    Sobald Brut vorhanden ist, halten die Bienen das Brutnest bei ungefähr 35 Grad warm. Das braucht zusätzliche Energie. Deshalb bleiben ausreichende Futtervorräte auch gegen Ende des Winters wichtig.

    Wenn es am Bienenhaus ruhig wird, läuft im Inneren also vieles weiter.

  • Ein Wörterbuch für alle Bienenfreunde

    Ein Wörterbuch für alle Bienenfreunde

    Die Welt der Bienen ist faszinierend, aber sie hat auch ihre eigene Sprache. Wer mit Imkerinnen und Imkern spricht, begegnet schnell Fachwörtern wie Zarge, Ableger oder Tracht. In diesem Beitrag erkläre ich die grundlegenden Imker Begriffe.


    Bienen und ihre Rollen im Volk

    • Königin – Die Mutter des Volkes. Sie legt bis zu 2.000 Eier pro Tag.
    • Arbeiterinnen – Weibliche Bienen, die alle Arbeiten im Stock erledigen: Putzen, Wabenbau, Brutpflege, Nektarsammeln.
    • Drohnen – Männliche Bienen, deren Aufgabe die Begattung einer Königin ist.

    Behausung und Technik der Imkerei

    • Beute – Die künstliche Behausung der Bienen, zum Beispiel der Schweizerkasten.
    • Zarge – Ein Kastenmodul, das man stapeln kann (Brutraum, Honigraum).
    • Rähmchen – Holzrahmen, in denen die Bienen ihre Waben bauen.
    • Mittelwand – Vorgeprägte Wachsplatte im Rähmchen, die den Wabenbau erleichtert.
    • Absperrgitter – Trennt Brut- und Honigraum, damit der Honig frei von Brut bleibt.
    • Flugloch – Der Eingang zur Beute.

    Brut und Volk – das Herz der Imkerei

    • Brut – Eier, Larven und Puppen der Bienen.
    • Brutnest – Der Bereich in den Waben mit Brut.
    • Brutraum – Teil der Beute, in dem die Königin Eier legt.
    • Honigraum – Bereich, in dem die Bienen Honig einlagern.
    • Ableger – Ein Jungvolk, das durch Entnahme von Brut- und Futterwaben entsteht.

    Produkte der Bienen

    • Honig – Veredelter Nektar, den die Bienen sammeln und einlagern.
    • Pollen – Eiweißquelle für die Bienen, als „Bienenbrot“ gespeichert.
    • Propolis – Harz, mit dem Bienen Keime abwehren und den Stock abdichten.
    • Wachs – Rohstoff der Bienen, Grundlage für den Wabenbau.

    Imkerpraxis – wichtige Fachbegriffe

    • Schwarm – Ein Teil des Volkes zieht mit der Königin aus, um eine neue Kolonie zu gründen.
    • Varroa – Milbenparasit, der als größte Gefahr für Honigbienen gilt.
    • Tracht – Blühende Pflanzen, die Nektar und Pollen liefern.
    • Ernte – Der Moment, in dem Honig geschleudert und abgefüllt wird.
    • Einfüttern – Zufüttern mit Zuckerwasser oder Sirup für die Überwinterung.
    • Winterruhe – Zeit, in der die Bienen eng in der Wintertraube sitzen.

    Natürlich ist diese Liste nicht abschliessend. Falls du auf andere Begriffe gestossen bist, für die du eine Erklärung möchtest, hinterlasse einfach einen Kommentar. Dann werde ich die Liste entsprechen erweitern.